Modulare Ausbildung
Die Modulare Ausbildung ist ein praxisorientierter, berufsbegleitender Ausbildungsweg für Personen, die keine akademische Qualifikation anstreben, aber eine fundierte pastorale Ausbildung benötigen. Sie verbindet theologische Ausbildung mit verbindlicher Mitarbeit in einer Ausbildungsgemeinde und persönlicher Begleitung.
Für wen ist die Modulare Ausbildung gedacht?
Voraussetzung für die Aufnahme sind ein Mindestalter von 30 Jahren sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium. Der Ausbildungsweg eignet sich besonders für Berufstätige, Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger in Gemeinden sowie für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.
Personen mit einem bereits abgeschlossenen theologischen Bachelor- oder Masterstudium können über die Modulare Ausbildung einen verkürzten Zugang zur Qualifizierung für das Vikariat erhalten. In diesem Fall beträgt die Mindestdauer grundsätzlich ein Jahr; verpflichtend sind insbesondere die Identitätskurse. Die Mindestalterregelung entfällt.
Wie wird gelernt?
Die reguläre Modulare Ausbildung dauert mindestens fünf Jahre und umfasst 20 Kurse mit insgesamt 34 Kursblöcken. Anerkannte Vorleistungen können im persönlichen Curriculum berücksichtigt werden. Die Kurse finden überwiegend als Präsenzkurse am Theologischen Seminar Erzhausen statt.
Theorie und Praxis gehören zusammen: Während der Ausbildung arbeiten Kandidatinnen und Kandidaten verbindlich in einer Ausbildungsgemeinde mit und werden durch eine Mentorin bzw. einen Mentor begleitet. Die Integration in die zuständige BFP-Region ist ebenfalls Bestandteil des Ausbildungsweges.
Abschluss und weitere Möglichkeiten
Die Modulare Ausbildung führt zu einem kirchlichen, nicht zu einem akademischen Abschluss. Nach erfolgreichem Abschluss aller Anforderungen kann die Anerkennung als Gemeindereferentin bzw. Gemeindereferent beantragt werden. Alternativ kann bei Vorliegen der Voraussetzungen die Zulassung zum Vikariat beantragt werden.
Das Vikariat ist eine eigenständige zweite Ausbildungsphase. Die Zulassung erfolgt nicht automatisch.
Wie starte ich?
Der erste Schritt ist die Teilnahme an den Einführungstagen (KET). Sie dienen der unverbindlichen Information über die modularen Ausbildungswege und sind zugleich Voraussetzung für eine spätere Bewerbung.
Die Aufnahme in die modularen Ausbildungswege ist jeweils zum März und Oktober möglich. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Teilnahme an den Einführungstagen (KET). Es gelten folgende Antragsfristen:
- 31. Dezember für den Einstieg im März
- 30. Juni für den Einstieg im Oktober
Einige "Meilensteine" der modularen Ausbildung
Teilnahme an den Einführungstagen
Bewerbungsverfahren
- Einsendung der Anmeldeunterlagen inkl. Anträge, Bestätigungen, Nachweise
- Setzung auf die Kandidatenliste nach Beschluss des BFP-Präsidiums
Während der Ausbildungsphase
- Begleitung durch eine Mentorin oder einen Mentor
- Aktive Mitarbeit in der Gemeinde als praktischer Teil der Ausbildung
- Blockseminaren am Theologischen Seminar Erzhausen
- Integration in die Bundesgemeinschaft des BFP durch Teilnahme an Regionalkonferenzen, regionale Kandidatentreffen usw.
Gemeindereferent/in
- Nach Absolvierung der Kurse kann der Titel "Gemeindereferentin" bzw. "Gemeindereferent" beantragt werden.
Vikariat & Ordination
- Die 2. Phase (Vikariat) ist für zum hauptamtlichen Dienst Berufene gedacht
- Das zweijährige Vikariat ist mit der persönlichen Mitgliedschaft im BFP verbunden und beginnt nach dem Präsidiumsbeschluss.
- Es beinhaltet das Verfassen einer Ordinationsarbeit und die Teilnahme an den Vikariatskursen.
- Am Ende des Vikariats kann eine Ordination beantragt werden.
Kosten der Modularen Ausbildung
Die Gesamtkosten sind abhängig von der Einstufung und Vorbildung des Einzelnen und der damit zu absolvierenden Kurse. Daher stellen wir hier die maximal entstehenden Kosten zur Verfügung.
