Modulare Ausbildung

Die modulare Aus­bildung wurde für diejenigen konzipiert, denen ein Vollzei­tstudium innerhalb der BFP-Ausbildung aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist (z. B. Familie, Finanzen, Zeit Gemeinde­situation). Parallel zum Dienst in der Gemeinde absolviert der Kandi­dat über mehrere Jahre Schul­ungen im Rahmen eines komplexen modularen Kurs­systems am Theologischen Seminar in Erzhausen. Der Gemeinde­pastor oder andere Leiter stehen dem Kandidaten als Mentor und Begleiter zur Seite.

Nach der ersten Phase der Aus­bildung ist die Be­antragung der Bezeichnung Gemeinde­referent/in möglich. Dieser Ab­schluss ist insbesondere für ehren­amtliche oder teilzeit­beschäftigte Kandidaten vorgesehen.

Die zweite Phase ist mit einem zwei­jährigen Vikariat verbunden. Sie ist für zum "haupt­amtlichen Dienst" Berufene gedacht, die bereits in einer Gemeinde angestellt sind. Danach kann eine Ordination zum Pastor/in bzw. Pastoral­referent/in beantragt werden.

Für jeden Teil­nehmer der modularen Ausbildung wird ein eigenes Curricu­lum ausgefertigt, bei dem bis­herige theolo­gische Studien berücksichtigt werden. Um dies zu erstellen, sollten zum Ausbildungs­beginn Unterlagen über bisherigen Studien(abschlüsse) eingereicht werden.

Einige Kandidaten­schulungen sind Identitäts­kurse mit bewegungs­spezifischen Inhalten, die von jedem Auszu­bildenden zu absolvieren sind - unabhängig von theo­logischen Kennt­nissen oder Abschlüssen.

Zu den Kosten der Ausbildung: Neben einer ein­maligen Einschreibe­gebühr von 100 EUR fallen pro Jahr 600 EUR Aus­bildungs­gebühren an. Hinzu kommen noch die Kosten für die Schulungs­kurse sowie die Fach­literatur.

Da die modulare Aus­bildung als zweiter Bildungs­weg gedacht ist, sollte ein Anwärter nicht unter 30 Jahre alt sein - außer er/sie hat schon eine theo­logische Aus­bildung, Studium, Bibel­schule o. ä. absolviert. Eine verant­wortliche Mitarbeit in einer Gemeinde gehört zu den Aufnahme­voraus­setzungen. Der erste Schritt zur modularen Aus­bildung ist der Besuch der Kandidaten-Einführungstage (KET). Dabei werden alle Infor­mationen vermittelt und die Anmelde­unterlagen ausgehändigt.


Für Rückfragen steht der Studien­leiter Kandidaten/Vikare, Horst Werner unter horst.werner@bfp-ausbildung.de gerne zur Verfügung.

Einige "Meilensteine" der modularen Ausbildung

Teilnahme an den Kandidaten-Einführungstagen

Bewerbungsverfahren

  • Einsendung der Anmeldeunterlagen inkl. Anträge, Bestätigungen, Nachweise
  • Setzung auf die Kandidatenliste nach Beschluss des BFP-Präsidiums

Während der Ausbildungsphase

  • Begleitung durch einen Mentor
  • Aktive Mitarbeit in der Gemeinde als praktischer Teil der Ausbildung
  • Blockseminaren am Theologischen Seminar Erzhausen
  • Integration in die "Bruderschaft" des BFP durch Teilnahme an Regionalkonferenzen, Distrikttreffen, regionale Kandidatentreffen usw.

Gemeindereferent/in

  • Nach Absolvierung der Kurse kann der Titel "Gemeindereferent/in" beantragt werden (v.a. für ehrenamtliche oder teilzeitbeschäftigte Kandidaten).

Vikariat & Ordination

  • Die 2. Phase (Vikariat) ist für zum hauptamtlichen Dienst Berufene gedacht, die in einer Gemeinde angestellt sind.
  • Das zweijährige Vikariat ist mit der persönlichen Mitgliedschaft im BFP verbunden und beginnt nach dem Präsidiumsbeschluss.
  • Es beinhaltet das Verfassen einer Ordinationsarbeit (30-50 Seiten) und die Teilnahme an den Vikariatskursen.
  • Am Ende des Vikariats kann eine Ordination zum Pastor/in oder Pastoralreferent/in beantragt werden.